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Tinnitus


Tinnitus


Etwa 26 % der Deutschen leiden unter Tinnitus. Dieser kann die unterschiedlichsten Ursachen haben und sowohl vorübergehend als auch chronisch sein. Die von den Betroffenen wahrgenommenen Geräusche sind individuell und werden oft als Rauschen, Klingeln oder Summen empfunden. Wie die lästigen Ohrgeräusche entstehen, welche Arten es gibt und was Sie dagegen tun können, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

 

 

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Etwa 26 % der Deutschen leiden unter Tinnitus. Dieser kann die unterschiedlichsten Ursachen haben und sowohl vorübergehend als auch chronisch sein. Die von den Betroffenen wahrgenommenen Geräusche sind individuell und werden oft als Rauschen, Klingeln oder Summen empfunden. Wie die lästigen Ohrgeräusche entstehen, welche Arten es gibt und was Sie dagegen tun können, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

 

 

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Diagnose von Tinnitus

Die wichtigste Voraussetzung für eine korrekte Tinnitus-Diagnose ist eine präzise Untersuchung durch den Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Denn nur so kann anschließend eine sinnvolle Therapie eingeleitet werden. Je nach Menschen und Hörbefund gibt es unterschiedliche Ausgangssituationen, aus welchen sich unterschiedliche Behandlungspläne ergeben. Auch die verschiedenen Untersuchungskonzepte wie das Analysieren der Krankengeschichte, die Durchführung eines Hörtests sowie psychologische Ansätze haben hierauf großen Einfluss. Anhand der Auswirkungen des Tinnitus unterteilt man diesen in vier Belastungsgrade:

  • Grad 1: Der Betroffene kompensiert das Rauschen gut und leidet im Alltag nicht darunter

  • Grad 2: Die Ohrgeräusche sind vor allem bei Stress und Belastungen stark ausgeprägt und störend

  • Grad 3: Die Symptome stellen eine dauerhafte Beeinträchtigung im Leben des Betroffenen dar und resultieren in Störungen im psychischen und physischen Bereich

  • Grad 4: Die Dauerbelastung durch die Ohrgeräusche führt zu einem schwergradigen Leidensdruck, einer psychischen Erkrankung sowie zur Berufsunfähigkeit

Verbildlichung der Abstufungen

Ursachen von Tinnitus

Die unangenehmen Ohrgeräusche können sowohl mit einer direkten körperlichen Ursache, wie beispielsweise der Erkrankung des Ohres oder einer Beeinträchtigung des Nervensystems, als auch mit psychischen Erkrankungen einhergehen. Prinzipiell unterscheidet man zwischen einer subjektiven und einer objektiven Ursache.

Informieren Sie sich weiter: Ursachen von Tinnitus

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Formen von Tinnitus

Tinnitus selbst ist immer ein Symptom, nie eine Krankheit. Grundsätzlich verfügen alle Menschen über ein leises Grundrauschen, wie es zum Beispiel in einer schalldichten Kammer vernommen wird. Dies ist vergleichbar mit einer Tonanlage, die bei eingeschaltetem Strom ein leises Grundrauschen aufweist. In der Regel überhören wir Menschen unser „Grundrauschen“ aber.

Grundsätzlich differenziert man nach seiner Dauer zwischen zwei Tinnitusformen. Von der akuten Variante spricht man, wenn die Symptome weniger als drei Monate anhalten. Ab einer Dauer von drei Monaten liegt ein chronischer Tinnitus vor. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ohrgeräusche bestehen bleiben, steigt mit der Dauer ihres Erscheinens.

 

Objektive Ohrgeräusche

Objektive Ohrgeräusche sind hör- und messbar und werden durch Ver- und Anspannungsgeräusche der Mittelohrmuskeln oder ruckartige Öffnungsbewegung der Eustachischen Röhre verursacht. Bei krankhaft veränderter Tube sind Atemgeräusche hörbar. Seltener ist eine Gefäßmissbildung die Ursache der Ohrgeräusche, die hierbei im Rhythmus des Herzschlages klopfen.

 

Subjektive Ohrgeräusche

Deutlich häufiger wird die Störung lediglich subjektiv wahrgenommen. Die subjektiven Ohrgeräusche können an Stellen der Hörverarbeitung vom Mittelohr bis hin zur Wahrnehmung im Großhirn auftreten. Eine Fremdeinschätzung der Tinnitusbelastung ist bei dieser Form sehr schwer, da der Betroffene die störenden Geräusche als einziger wahrnimmt und keine messbare Schallquelle vorliegt.

Symptome von Tinnitus

Symptome von Tinnitus - Pfeifen, Knacken, Rauschen, Klingeln und Summen

Die von Betroffenen wahrgenommenen Geräusche sind individuell unterschiedlich. Bei einer subjektiven Ausprägung haben Ärzte keine Möglichkeit, die Störgeräusche zu erfassen. Sie sind deshalb auf die Beschreibungen der Patienten angewiesen, welche die Töne in der Regel als Rauschen, Knacken, Summen, Klingeln oder Pfeifen schildern.

Tinnitus Therapie

Zur Therapierung von Tinnitus gibt es je nach dessen Art und Ausprägung unterschiedliche Möglichkeiten. Liegt er in Kombination mit einer Hörminderung vor und wird aus diesem Grund ein Hörgerät benötigt, kann dieses über einen eingebauten Noiser verfügen. Der Noiser lenkt den Betroffenen mit Hilfe eines sanften, regelmäßigen Rauschens von den störenden Geräuschen ab und sorgt dafür, dass diese immer mehr in den Hintergrund treten. Da Stress eine häufige Tinnitusursache ist, kann auch ein gezieltes Entspannungs- und Entlastungstraining bei der Intensitätsreduktion helfen.

 

Akuter Tinnitus

Bei einem akuten Auftreten handelt es sich – wie beim Hörsturz – um einen Eilfall. Zwar muss er nicht wie ein Notfall sofort behandelt werden, man sollte aber dennoch am nächsten Tag einen Arzt aufsuchen. In vielen Fällen gehen die Symptome allerdings auch nach einem ausgiebigen Schlaf von alleine zurück. Sollten sich die störenden Ohrgeräusche aufgrund einer Hörschädigung oder eines Hörsturzes gebildet haben, sind meistens Infusionen zu verabreichen. Aufregung und Hektik sollten in dieser Zeit tunlichst vermieden werden.

 

Chronischer Tinnitus

Ab einer anhaltenden Dauer von drei Monaten spricht man von einem chronischen Tinnitus. Zwar arrangieren sich viele Betroffene mit der Zeit mit ihrem Leiden (man spricht dann von chronisch-komplexem Tinnitusleiden). Nicht Wenige erkranken allerdings so ernsthaft, dass sie wegen der Folge- und Begleitstörungen eine Behandlung benötigen. Denn die Betroffenen fixieren sich oft zu stark auf die störenden Töne und leiden hierdurch an Konzentrationsmangel, Nervosität, Unruhe, Schlafstörung und Depressionen was eine Gefährdung der Arbeitsfähigkeit zu Folge haben kann.

Chronische Störgeräusche werden in der Regel nicht von alleine lauter, sondern eher mit der Zeit immer leiser wahrgenommen. Sie sind auch nicht der Grund für eine Hörverschlechterung. Die Tinnituslautstärke ist am besten durch den Hals-Nasen-Ohren-Arzt bestimmbar und liegt meist 10-15 dB über der Hörschwelle.

Informieren Sie sich über weitere Verfahren: Therapie von Tinnitus

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Folgen und Konsequenzen von Tinnitus

Abhängig von dem vorliegenden Belastungsgrad, können Betroffene besser beziehungsweise schlechter mit den Störgeräuschen umgehen. Wie sehr der Betroffene durch den Tinnitus eingeschränkt wird, hängt unter anderem von seiner psychischen Verfassung ab. Eine Fixierung und das ständige Bewusstsein über die Geräusche verstärken diese und können weitere Symptome nach sich ziehen. Schafft es der Betroffene beispielsweise nicht, die Geräusche beim Einschlafen zu ignorieren, kann dies zu Schlafstörungen führen. Diese wiederum können Leistungsminderungen, chronische Kopfschmerzen und eine eventuelle Suchtgefahr durch Schlafmittel nach sich ziehen. Liegt als Ursache Stress zu Grunde, kann der Betroffene unter Umständen auch in eine Spirale geraten, die sowohl die Ohrgeräusche, als auch sein Stressempfinden immer weiter erhöht.

Kreislauf von Tinnitus

Hörgeräte bei Tinnitus

Eine Schwerhörigkeit geht oft mit Ohrgeräuschen einher und ist in manchen Fällen auch deren Ursache. Hörgeräte können dazu beitragen, leise Geräusche wie Vogelgezwitscher wieder zu hören, während störende Ohrgeräusche gleichzeitig gemindert werden.

 

Tinnitus-Retraining-Therapie - TRT

Beim Retraining (zu Deutsch: umlernen) geht es darum, durch die Erhöhung der akustischen Hintergrundinformation die störenden Ohrgeräusche nicht mehr wahrnehmen zu müssen. Dies gelingt dank sogenannter „Noiser“ (zu Deutsch: Rauscher), welche kontinuierlich ein leichtes Rauschen abgeben. Das Rauschen der Noiser liegt unterhalb der Stärke des Tinnitus. Derartige Geräte werden immer offen angepasst, sodass das normale Hören nicht beeinträchtig wird. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, eine Therapie mit Im-Ohr-Geräten durchzuführen. Früher wurden oft sogenannte „Masker“ verwendet, welche den Tinnitus übertönen sollten. Dies empfanden die meisten Betroffenen auf Dauer jedoch als unangenehm, weshalb der Einsatz der Masker zurückgegangen ist. Die Noiser-Therapie bedarf etwas Zeit, die Störgeräusche verschwinden also nicht unmittelbar, wenn das Gerät aufgesetzt wird. Auf Dauer gesehen lernt man aber, sie zuverlässig zu Überhören.

Kreislauf von Tinnitus

Welche Hörgeräte verfügen über einen Tinnitus-Noiser?

Da immer mehr Menschen unter einem, vor allem stressbedingten, Tinnitus leiden, werden auch immer mehr Hörgeräte mit einem eingebauten Noiser entwickelt. Neben dem klassischen Hintergrundrauschen, welches von den Ohrgeräuschen ablenken soll, gibt es bereits Hörsysteme, die mit beruhigenden Klängen und Melodien eine Entspannungsumgebung erzeugen. Der Träger kann damit besonders in stressigen Situationen bewusst eine beruhigende Pause einlegen und lernt somit im besten Fall, seine nervigen Ohrgeräusche dauerhaft auszublenden. Die neusten tinnituskompatiblen Hörgeräte finden Sie in unserem Hörgeräte-Vergleich von PROAURIS!

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